Metaphern
Metaphern ermöglichen es, Sachverhalte bildlich darzustellen. Durch den
Einsatz von Metaphern können moralische, gesellschaftliche und kulturelle
Sachverhalte weitergegeben oder Problemlösungen angeboten werden.
Die Wirksamkeit einer Metapher beruht darauf, dass sie sich nicht direkt
auf den Zuhörer und dessen Problem bezieht. Auf der Basis seiner Erfahrungen
wird jedoch der Zuhörer dazu neigen, der Metapher einen Sinn zu geben.
Durch diesen Kontext sind Metaphern eine sehr wirksame Methode der indirekten
Veränderungsarbeit.
Ich möchte Dir nun einige Tipps geben, wie Du selbst kunstvolle Metaphern
konstruieren kannst.
1.Problem bestimmen: Worum geht es? Wer sind die relevanten Personen? Welche
Rolle spielen sie? Wie handelt die Hauptperson? Wie reagieren die anderen?
usw. Fertige eine Problembeschreibung an.
2.Ziel bestimmen: Was möchte die Person, die das Problem hat, erreichen?
Wie reagieren die relevanten anderen Personen auf das Verhalten? Halte auch
diese Problemlösung schriftlich fest.
3.Geeignete Inhaltsebene auswählen: Suche eine Inhaltsebene, die die Problemstruktur
spiegeln könnte, z.B. Götterhimmel, Reich der Dämonen, Märchen mit Prinzen,
Prinzessinnen, Zauberern, Hexen und Feen, sprechenden Tieren, Pflanzen und Steinen,
Fabelwesen und Gestalten aus dem Reich des Science-Fiction, große Persönlichkeiten
der Geschichte.
Wichtig: Die Inhaltsebene muss für den Adressaten der Metapher interessant sein.
4.Problem und Ziel in der Inhaltsebenen spiegeln: Die Geschichte muss dem Problem
strukturell ähnlich sein. Die Strukturen und Prozesse der Zielerreichung im Medium
der Geschichte sollen gespiegelt werden.
5.Den Weg zum Ziel entwerfen: Ressourcen einbringen und das Gefühl aufbauen, dass
der Klient befähigt ist, mit dem Problem fertig zu werden. Halte den Weg zum Ziel
schriftlich fest.
6.Die Metapher schreiben. Bitte jeweils eine Zeile frei lassen.
7.Die Metapher ökologisch prüfen. Überprüfe die Ökologie des Zieles. Passt das Ziel
in den Lebenszusammenhang eines Menschen hinein, ohne negative Konsequenzen für die
Persönlichkeitsstruktur des Betreffenden und seinen sozialen Zusammenhang nach sich
zu ziehen. Unnütze und gefährliche Einsichten sollten ausgeschlossen werden. Prüfe die
Metapher auf Unannehmlichkeiten, die getilgt werden können und mögliche Interpretationen
und Schlussfolgerungen, die nicht erwägt werden sollen.
8.Feedback-Instruktionen einbauen: Möglichkeiten einbauen, um physiologische Signale
zu provozieren, damit erkannt werden kann, ob der Zuhörer mitgeht.
9.Die Metapher verfeinern: Verbesserungen einfügen.