Die Logischen Ebenen (1) nach Gregory Bateson / Robert Dilts
In dieser Lektion geht es um ein einfaches und elegantes Modell zur
Beschreibung von persönlicher Veränderung. Das Modell stammt von
Robert Dilts, einem der eifrigsten NLP-Entwickler. Es liefert
Informationen über den besten Punkt, an dem eine Veränderungsarbeit
ansetzen sollte. Dabei gilt das Augenmerk darauf, dass wir nicht
einfach ein Teilchen von uns verändern sondern ganzheitlich denken.
Eine Veränderung führt zu weiteren Veränderungen auf anderen Ebenen.
Du kennst wahrscheinlich das Beispiel vom Flügelschlag eines
Schmetterlings, der andernorts Stürme auslösen kann.
Zunächst will ich Dir die einzelnen Ebenen vorstellen:
Umwelt:
Das ist alles, worauf wir reagieren, unsere Umgebung und andere
Menschen, denen wir begegnen.
Verhalten:
Dies sind unsere konkreten Handlungen.
Fähigkeiten:
Dies sind die Gruppen oder Klassen von Verhaltensweisen,
allgemeinen Fertigkeiten und Strategien, die wir in unserem Leben
benutzen.
Glauben und Werte:
Dies sind die verschiedenen Leitideen, die wir für wahr halten
und als Grundlage unseres alltäglichen Handelns benutzen.
Glaubenssätze und Einstellungen können sowohl Berechtigungen
(Erlaubnis) als auch Einschränkungen (Verbote) beinhalten.
Identität:
Dies ist mein grundlegendes Selbstbild: meine tiefsten, zentralen
Werte und meine Aufgabe oder Mission in meinem Leben.
Zugehörigkeit/Vision/Mission:
Hier geht es zum einen um unsere berufliche, familiäre,
gesellschaftliche oder wie auch immer geartete (vielleicht auch
philosophische, religiöse) Mission.
Dies ist die tiefste Ebene, wo wir die größten metaphysischen
Fragen betrachten und umsetzen. Warum sind wir hier? Was ist der
Sinn des Lebens? Diese spirituelle Ebene leitet und formt unser
Leben und gibt unserer Existenz eine Grundlage. Jede Veränderung
auf dieser Ebene hat tiefgreifende Auswirkungen auf alle Ebenen.
In gewissem Sinne enthält sie alles, was wir tun, ist aber mehr
als die Summe ihrer Teile.
(Literatur: Joseph O´Connor & John Seymour, NLP: Gelungene
Kommunikation und persönliche Entfaltung, Freiburg i.
Breisgau 1992.)
Beispiele für verbale Aussagen auf den logischen Ebenen:
Umwelt:
Der Krach im Raum macht es schwierig, Diktate schreiben zu lassen.
Anker können leicht während einer Gruppenübung gesetzt werden.
Der Krebs hat mich befallen.
Verhalten:
Bei diesem Diktat hast du nicht gut buchstabiert. Du hast bei
dieser Person einen Anker gesetzt. Ich kann mich manchmal einfach
nicht gesund verhalten.
Fähigkeiten:
Du kannst nicht gut buchstabieren. Du bist fähig andere Menschen
zu ankern. Ich bin außerstande in einem guten Zustand zu sein.
Glauben und Werte:
Wenn du nicht buchstabieren kannst, wirst du in der Schule nie
zurecht kommen. Zu wissen wie man ankert, macht dich zu einer
einflussreichen Person. Es ist eine falsche Haltung, sich gegen das
Unvermeidliche auflehnen zu wollen.
Identität:
Du bist dumm, ein lernbehindertes Kind. Du bist ein guter NLPler.
Ich bin ein Krebsopfer.
Zugehörigkeit:
Du gehörst zu den Lernbehinderten, den Schwachbegabten. Du gehörst
zu den Besten der NLP-Creme. Du gehörst zu den Opfern des Krebses,
denen die dasselbe Schicksal erleiden.