Übung für diese Woche
Nimm Dir ein leeres Blatt Papier und einen Stift (natürlich kannst
Du die Übung auch am Computer machen.) Da dies der erste Teil einer
Übung ist, die fortgesetzt wird, hebe Dir bitte das Blatt mit dieser
Übung gut auf. Du wirst es bei der nächsten Lektion wieder brauchen!
1.Suche Dir als erstes ein Problem, an dem Du gerne arbeiten
möchtest. Etwas, wo Du gerne ein Stück weiter kommen möchtest. Schreibe
das Problem stichwortartig auf die rechte Hälfte der Seite ungefähr in
der Mitte auf. z. B. ich bin klein.
2.Bestimme nun einen Gegensatz zu dem Problem. Hierfür gibt es
viele Möglichkeiten, z.B. ich bin groß. Ich bin anders. Ich bin nicht
klein usw. Suche Dir einen Gegensatz aus und schreibe ihn auf die linke
Seite des Blattes auf gleicher Höhe wie das Problem.
3.Frage Dich nun: Was haben das Problem und der Gegensatz
gemeinsam? Was ist das Gemeinsame? Z.B. ich habe eine bestimmte Größe.
Schreibe das Ergebnis stichwortartig in der Mitte der oberen Hälfte des
Blattes. Würdest du nun die drei bisherigen Stichworte verbinden,
ergäben sie ein Dreieck.
Die eindeutigen Zuordnungen von Gut und Schlecht werden durch diesen
Punkt hinterfragt und gelockert. Das geschieht bereits durch die bloße
Form dieser Frage, ohne dass es eigens angesprochen werden müsste. Damit
ist ein wichtiger Schritt in Richtung Problem-Auflösung getan.
Problem-Lösung: Innerhalb des bestehenden Rahmens vom Problem zum Ziel
zu gelangen.
Problem-Auflösung: den bestehenden Rahmen verlassen.
4.Frage Dich heute: Was ist jenseits von Satz und Gegensatz? Was
ist weder der Satz noch der Gegensatz? Z. B. ich lebe. Schreibe das
"weder noch" in die Mitte der unteren Blatthälfte. Verbinde nun alle das
"sowohl als auch" mit dem Problem und mit dem Gegensatz. Verbinde
anschließend das "weder noch" mit dem Satz und mit dem Gegensatz. Auf
diese Weise entsteht ein Diamant.
Oftmals wird es so sein, dass sowohl das Problem als auch der Gegensatz
jetzt völlig neu beurteilt werden. Dann ist es bisweilen sinnvoll, noch
einmal einen Basis-Diamond mit der neuen Sicht des Problems und einem
neuen Gegensatz zu beginnen. In vielen Fällen ist das aber nicht mehr
notwendig. Denn oft wird eine Problem-Auflösung eingetreten sein.
Typische Kennzeichen sind:
- neue Sichtweisen und Perspektiven in bezug auf das
ursprüngliche Problem
- ein sehr viel freundlicherer Umgang mit den eigenen
Problemen
- eine deutlich gesteigerte Flexibilität und Souveränität
im Umgang mit den Problemen
- das Problem wird überhaupt nicht mehr als Problem
empfunden (sondern vielmehr als Chance, als
Herausforderung oder sogar
als eine Ressource)