„Gleich und gleich gesellt sich gerne“
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Die Pekinesenbesitzerin mit der
eingestülpten Nase, der Reiter mit
dem Pferdegebiss, der Unordentliche, dessen Straßenmischling ein
Garant für das Durcheinander in der Wohnung ist? Die oft erstaunliche
Ähnlichkeit zwischen Tier und Besitzer, ob nun rein äußerlich oder
als „Charakterverwandtschaft“ ist ein bekanntes, oft belächeltes
Phänomen. |
Gleiche Geselligkeit oder anziehende Gegensätze
Zuweilen ist die äußere oder auch charakterliche Ähnlichkeit so stark,
dass die Harmonie sofort ins Auge springt. Die Ähnlichkeit, die so oft
zufälllig wirkt, beruht meist schon auf der Auswahl des Tieres. Oft
suchen sich die Besitzer unbewusst ein Tier aus, dass ihnen äußerlich
oder auch charakterlich entspricht. Von „Sympathie- oder Resonanztier“
ist dann die Rede, frei nach dem Motto: „Gleich und gleich gesellt sich gern“.
Psychologen stellen Leuten mit „Resonanztier“ übrigens gute Noten aus:
Die Sympathie für das Ähnliche und Wesensverwandte bedeutet, dass auch der
Besitzer mit sich zufrieden ist. Man kauft sich sein Tier eben so, wie
man selbst aussieht oder ist - typengleich quasi. Und man würde ja auch
keinen Anzug anziehen, der einem nicht gefällt. Wenn bei der Auswahl des
Tieres die Ähnlichkeit auch oft nur angelegt ist, bringen Erziehung und
gegenseitige Gewöhnung sie voll zum Ausdruck. Findet man an älteren
Ehepaaren Züge, als seien Mann und Frau Geschwister, so lassen sich auch
zwischen Herr und Hund im Laufe der Jahre Ähnlichkeiten feststellen.
Auch in der Partnerwahl gilt bei vielen Persönlichkeitsmerkmalen:
„Gleich und gleich gesellt sich leicht“. Beispielsweise sollten Partner
in einer Beziehung ein möglichst ähnliches Nähebedürfnis haben oder sich
etwa in dem gleichen Ausmaß einen geregelten Alltag wünschen.
Wissenschaftler haben darüber hinaus herausgefunden, dass sich der Zyklus
von Frauen, die gemeinsam wohnen, angleicht und das sich Ehepartner im
Laufe der Jahre vermeintlich oder tatsächlich immer ähnlicher werden.
Gerade das Gewicht, welches von den Köpermaßen am leichtesten beeinflussbar
ist, ist für das Problem der „Anähnlichung“ ein gutes Beispiel.
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So hat eine Untersuchung in England 1982
unter anderem festgestellt,
dass in den Fällen, in denen ein Partner dick ist, der andere Gefahr läuft,
es ihm gleich zu tun. Umgekehrt würde das bedeuten, dass auch die
Schlanken häufiger zusammenleben. |
Von den psychischen Merkmalen wurde vor allem die Intelligenz auf
Übereinstimmung bei Paaren untersucht. Hier wurde eine besonders starke Homogamie
festgestellt. Dies deckt sich nun auch mit den landläufigen Erfahrungen und
lässt sich vielleicht wie folgt erklären. Allein für eine ausgeglichene
Kommunikation zwischen den Partnern ist eine einigermaßen übereinstimmende
allgemeine Intelligenz erforderlich und auch gleiche Begabung und
Interessensausrichtung fördern dies. Außerdem ist zu beachten, dass der für eine
Partnerbildung notwendige Kontakt durch gemeinsame Interessen erleichtert wird.
Auch für die Libido hat man eine vergleichsweise starke Homogamie festgestellt.
Bezüglich sozialer Merkmale besteht durchweg Homogamie. Dies ist in vielen
Untersuchungen vor allem für den sozialen Stand bzw. für den sozioökonomischen
Status gut belegt und hält auch unvermindert an.
Andere Merkmale verhalten sich nicht so eindeutig. Hier sind jeweils die individuellen Kombinationen ausschlaggebend, so dass sich keine Pauschalantwort darauf geben lässt, was passt und was nicht. Ob zwei Menschen in diesen Eigenschaften harmonieren, hängt davon ab, ob diese jeweils stark, mittelmäßig oder schwach bei ihnen ausgeprägt sind. Gegensatz empfiehlt sich beispielsweise dann, wenn ein Partner ein enorm starkes Durchsetzungsbestreben an den Tag legt. Zudem spielt auch das Zusammenspiel mehrerer Merkmale, die Tatsache, wie sie sich beim Einzelnen zusammenfügen und ergänzen, eine wichtige Rolle. |
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